Petrus Canisius (1521- 1597 )

Heiliger, Kirchenlehrer, Jesuit

Petrus Canisius (eigentlich Peter de hondt; lateinisch: canis = Hund), war der Sohn des Bürgermeisters der Stadt Nimwegen, das damals zum deutschen Geldern gehörte. Er studierte Theologie und Philosophie in Köln. 1543 trat er als erster Deutscher in Dom dem Jesuitenorden bei. Aus seinem Erbe finanzierte er die Kölner Niederlassung der Jesuiten. 1546 wurde Petrus Canisius zum Priester geweiht. Er gründete neue Jesuiten-Niederlassungen. Gleichzeitig lehrte er an deutschen Universitäten, zum Beispiel in Köln und Wien. Als Ratgeber des Kaisers und der katholischen Fürsten und als Vertrauensmann der päpstlichen Gesandten in Deutschland wurde er zwischen 1550 und 1570 zum geistlichen und politischen Führer der Gegenreformation.

Das bekanntestes Werk von Petrus Canisius ist der Catechismus minor, der kleinere Katechismus, auch Deutscher Katechismus genannt (1558 erstmalig erschienen).

Nach Auseinandersetzungen mit seinem Nachfolger im Amt des Ordensprovinzials wurde Petrus 1580 nach Fribourg versetzt, wo er ein Jesuitenkolleg gründete, aus dem später die Universität der Stadt wuchs. Er predigte und verfasste Lebensbeschreibungen von Heiligen, Gebetbücher und Auslegungen zu den Sonntagsevangelien.

gebotener Gedenktag im Jesuitenorden: 27. April